Neutrino-Offensive: Holger Thorsten Schubart geht nach Russland

Auf Anraten seines Kommunikationsberaters geht Neutrino-Mann und Bundespresseball-Preller Holger Thorsten Schubartwohl nach Russland; zumindest tauchten im Internet entsprechende Werbevideos auf. Wer die Videos jedoch sieht, fragt sich, ob es Werbung oder Spott ist und wie weit fortgeschritten die Palmen-Krankheit Johstswohl schon ist. Andererseits kann diese Werbe- und Neutrino-Offensive auch ein dämlich-genialer Schachzug sein, Kritikern und Ungläubigen den Wind aus den Segeln zu nehmen. Wer sich selbst karikiert, kann von niemand anderem mehr karikiert werden.

Vielleicht erklärt sich so, dass im johst’schen Youtube-Kanal mehrere Videos sich Schubarts Inva- bzw. Expansion nach Russland widmen. Diese Beiträge machen jedoch allesamt den Eindruck, als müsste der Russe nun Angst haben vor Schubarts (waffenfähiger?) „Neutrino-Power“.

Andererseits wäre Angst tatsächlich angebracht, aber nicht wegen der Kraft der Neutrinos, sondern viel eher wegen ihrer Kraftlosigkeit. Diese unheimlich schwachen Wechselwirker erzeugen nirgends Strom, Schubart verstromt auch keine Neutrinos, er verstromt allenfalls – und nur für sich allein – das Geld der Leichtgläubigen, die in Neutrinos investieren. Das schubart’sche Firmengeflecht dient nur einem Zweck, wertlose Aktien und Anteilsscheine verscherbeln und den Lebensstil des Neutrino-Papsts finanzieren, vielleicht auch besonders hartnäckige Gläubiger auszuzahlen (darunter aber sicherlich nicht der berühmte Bundespresseball).

Dass die Videos zum schubart’schen Einmarsch nach Russland allesamt in einem militaristisch-sowjetischen Stil gehalten sind, erklärt sich indes wohl damit, dass Johst noch bevor er an einer bösen Palminitis erkrankte, bereits geistig zurückgeblieben war: und zwar im kalten Krieg. So erklärte er in Interviews gern, seine Arbeit und seine Strategien seien stark durch den Koreakrieg in den 50ern des letzten Jahrhunderts geprägt.

Vielleicht rührt daher das wiederkehrende sowjetrussische Motiv, wenn Marcus Johst etwa sehnsüchtig der Wachablösung in St. Petersburg beiwohnt und auf Schubart wartet – oder in Panzergeneralmanier Zigarre im Mund aus einem (Neutrino-)Atompilz hervorsteigt.

Diese Videobeiträge aus dem johst’schen Propagandabürosind technisch aufwendig gestaltet, ob ihr Inhalt jedoch Schubart weiterbringen wird, ist mehr als fraglich.

Ebenso fraglich ist, ob Schubart nun wirklich in die „Rodina“ (russ. „Heimat“), wie Marcus Johst es in seinem Kanal ankündigt, gehen und wie die ganze Sache dann ausgehen wird. Unklar ist auch, warum in den Köpfen dieses dubiosen Pärchens die Sowjetunion wohl nie untergangen ist. Vielleicht ist Holger Thorsten Schubarts Gang nach Russland auch nur Flucht – Flucht vor Gläubigern, Strafverfolgern und Fiskus oder er hofft tatsächlich, dass die Russen auf seine Neutrinos hereinfallen werden wie der Zar einst auf Rasputin. Es wäre nicht der erste Hochstapler, der Karriere in Russland macht, obgleich Rasputin ein böses Ende gefunden hat. Rasputin aß Unmengen an mit Zyankali versetzten Kuchen, ihm wurde drei Mal in die Brust geschossen und anschließend im Dezember-kalten Wasser eines Flusses versenkt.

Weiteres Video: